Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
9:00 Tai Chi Iaido
Tai Chi   Tai Chi/
Iaido
Iaido                               
9:30  
10:00 Tai Chi Zazen
10:30
11:00   Iaido  
11:30    
       Zazen        
14:00          
14:30          
15:00     Kinder-Karate Tai Chi Iaido
15:30 Kinder-Karate  
16:00   Tai Chi Tai Chi
16:30        Karate
17:00  
  Iaido
17:30   Iaido  
18:00
Iaido Tai Chi Karate
18:30  
19:00 Karate Tai Chi Tai Chi Karate
19:30  
20:00 Iaido      
20:30 Tai Chi     Tai Chi    
21:00      
21:30          

Weiße Kästchen: Diese Termine stehen noch zur freien Verfügung!

Bei den anderen Terminen kann man dazukommen, wenn man die entsprechende Übungsstufe erreicht hat.

Samstag ist ein Tag ohne Unterricht, ohne Gäste und ohne Übernachtungen, außer bei Wochenendkursen. Auch wir brauchen mal Zeit nur für uns und Haus und Garten.

Diese festen Zeiten sind ein Ausschnitt aus dem derzeitig laufenden Unterrichtsprogramm und ändern sich immer wieder nach Bedarf, weitere Zeiten und Möglichkeiten bitte per Mail oder Telefon erfragen. Du kannst Dich einem solchen Termin anschließen, einen eigenen vorschlagen (zwischen 9 Uhr morgens und 22 Uhr abends, Mittagspause 12 bis 14 Uhr), oder erstmal solange für Dich Unterricht nehmen, bis Du vom Niveau her zu einer Gruppe paßt. Speziell bei Tai Chi und Iaido ist der Einstieg in eine bestehende Gruppe ohne Vorkenntnisse nicht sinnvoll, beim Karate ist der Donnerstag Abend für das Anfängertraining reserviert.  Kosten für Tai Chi, Karate und Iaido bei regelmäßig wöchentlichem Unterricht: Je Person und Unterrichtseinheit zwischen 9€ und 18€ nach eigener Einschätzung, auch bei Einzelunterricht, monatliche Vorauszahlung. Unregelmäßige Einzeltermine zwischen 12€ und 24€ nach eigener Einschätzung.  Fußarbeit: von 20 bis 40 Euro je Termin

Die Unterrichte sind fortlaufend, Grundlage ist eine wöchentliche regelmäßige Teilnahme, die bei Menschen mit Schichtdienst z.B. auch an unterschiedlichen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten sein kann, aber eine Grundvoraussetzung, um überhaupt eine Basis in der Kampfkunst zu bekommen, ist regelmäßige Teilnahme. Bei Tai Chi und Iaido reicht üblicherweise einmal in der Woche, wer im Karate über die Grundfähigkeiten hinauskommen möchte sollte mindestens zweimal in der Woche üben. 

Im Zen ist die Teilnahme am regelmäßigen Sonntagssitzen zu empfehlen, dazu die monatlichen Kurse, und tägliches Zazen zu Hause könnte dazu führen, daß das Ganze dann auch eine Basis bekommt. 

Unser aktuelles Programm findest Du hier zum Runterladen : Programm

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     Unser aktuelles Kurs-Angebot

der gültige wöchentliche Unterrichts-Stundenplan ist unter "wöchentlich" zu finden

Bitte beachten: Termine können sich aus verschiedenen Gründen auch noch ändern, daher bitte vor einer Anreise Kontakt aufnehmen. Ihr könnt gern eigene Termine und eigene Themen und Kurse vorschlagen, dann kann sich auch noch manches ändern. Neu im Jahr 2012: Jeden Monat wird jeweils an einem Sonntag ein Zen-Vormittag angeboten von 10 bis 12.30 Uhr, es wird ein Zen-Tag angeboten von 10 bis 18 Uhr, est gibt einen Ganztageskurs in Tai Chi, Iaido oder Karate oder eine Kombination von beiden. Dazu gibt es noch Roswithas Kunstkurse und Exkursionen zur Schwertarbeit nach Raesfeld im Norden und nach Lapoutroie in Frankreich. Außerdem finden erstmals Kurse statt zu Zen-Buddhismus und Philosophie und die Kriegerkurse werden fortgesetzt. Jeden Monat haben wir ein freies Wochenende, damit wir das alles überleben. Im August haben wir geschlossen, andere Schulferien nutzen wir zeitweise für die weitere Arbeit an Haus und Garten. Ihr findet alles genau im folgenden Plan verzeichnet. Viel Erfolg beim Studieren!

 


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Die Gestaltung der Preise ist ein schwieriges Thema. Wir möchten es jedem ermöglichen, an unseren Unterrichten und Kursen teilzunehmen, deshalb halten wir die Preise so niedrig wie möglich, auch wenn wir dadurch bisher noch nicht einmal unsere Unkosten decken. Wir weisen darauf hin, daß unsere Preisspanne mit der Möglichkeit der Selbsteinschätzung von Menschen mit höherem Einkommen dazu genutzt werden sollte, sich nicht an der Untergrenze auszurichten.  

Unkosten entstehen aus den Heizkosten, Strom, Wasser, diversen unumgänglichen Versicherungen, Sanierungsmaßnahmen, Bankzinsen, Anschaffungen, Programmerstellung, usw.

Die Unterrichte werden monatlich per Vorkasse bezahlt.


Preise  2012

Liebe Besucher/innen des Lueginsland und seiner Bewohner, die Umstände erfordern klare Maßnahmen, um der Konkurrenz zu begegnen. Daher senken wir die Preise im Verhältnis zur steigenden Qualität um 5% ab sofort. D.h. wir steigern das Mischungsverhältnis im Unterricht und fügen 10% Individualität hinzu, senken den Routineanteil um 20%, steigern dafür den Geistanteil noch einmal um sagenhafte 10%. Das findet Ihr sonst in keiner Mogelpackung!

Jüngst rechnete mir eine Schülerin vor, bei mir koste es 250 € im Jahr, im Karate-Verein aber nur 120€. Ja, so ist das. Bei mir ist einfach alles teurer. Ein Einzelunterricht im Verein ist sogar kostenlos – da es ihn nicht gibt. Seelenklempnerkarate oder Seelenheilschwertkampf sowie Seelenentkrampfungstaichi und Seelenloszen wird halt nur im Lueginsland angeboten.

Der konkrete Anlaß: Da wir in einer alles finanziell abgrasenden Gesellschaft leben und das Lueginsland im Betrieb als freiberufliche Tätigkeit den Regeln des Finanzamts unterliegt, wir sechs Jahre hinter uns haben, in denen Angelika und ich mehrere hunderttausend Euro nur für den Bereich des Unterrichts investiert, (Kauf, Abzahlung, Zinsen, laufende Kosten, Sanierungen, Anschaffungen etc.) aber keinerlei Gewinn gemacht haben, stehen wir nun der Situation gegenüber, in der wir jetzt Gewinn ausweisen müssen, sonst erfolgt die Aberkennung der freiberuflichen Tätigkeit für Meditation und Kampfkunst durch das Finanzamt. Die Folgen wären noch drastischer als in einem vergangenen Jahr, in dem wir wegen eines Satzes in einem Vertrag von vor sechs Jahren fast 20.000 € ans Finanzamt nachzahlen mußten.

Wir hätten dann alle Steuerausgleiche, die wir jemals für das Lueginsland bekommen haben, zurückzuzahlen und in Zukunft alle Einnahmen zu versteuern, ohne Ausgaben gegenrechnen zu können. Das wäre finanziell nicht machbar, also das Ende unserer Einrichtung.

Es ist schön, daß die neu Dazugekommenen rege Gebrauch davon gemacht haben, daß unsere Preise Gleitpreise sind und nicht nur die untere Preisgrenze gesehen haben, sondern auch ihr Einkommen; es wäre gut, wenn sich jeder selbst einschätzt und befragt.

 

Denkt bitte daran, daß Absagen am Tag vorher nötig sind, nicht kurz vor dem Termin!


Die Preise sind:


Regelmäßiger Unterricht von 9 bis 27 € nach eigenem Ermessen und Einkommen

Probeunterricht: 10 €

Kinderkarate: unverändert 5 € ( ab 9 Jahren)

Ganztageskurse: 40 € (inkl. Essen) bis 80 € pro Tag (Gleitpreis nach eigenem Ermessen und Einkommen)

Ganztages Zenkurse: ab 30 € (inkl. Essen) aufwärts

Fußarbeit von 20 bis 40 € nach eigenem Ermessen

Übernachtungen: 1.Nacht 24 €, jede weitere Nacht 14 € für Schüler/innen mit Vertrag,

 


Die Vorkasse wird auf einen Zeitrahmen von 1 Monat im Voraus angesetzt, Termine können umgebucht werden, wenn das spätestens am Tag vorher geschieht.

für die neuen Verträge wird die Kündigungsfrist auf vier Tage zum Monatsende eingerichtet



So, ich hoffe, daß für alle das Jahr 2011 ein Jahr des intensiven Lebendigseins wird – tot sind wir alle noch lang genug.


Christoph


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Antiquitäten: Rollbilder, Sakeschalen, Eßschalen  

Aus meinem Interesse für japanische Ästhetik entstand das Hobby, japanische Antiquitäten zu kaufen. Einige dienen der Verschönerung unseres eigenen Hauses, aber so viel, wie ich mittlerweile besitze, kann ich nie verwenden. Daher habe ich eine kleine Unterabteilung des Lueginsland gegründet: japan.komm
Hauptsächlich sind es Rollbilder, meist zwischen 50 und mehr als 100 Jahren alt, teilweise aus Zen-Klöstern, teilweise aus Privatbesitz. Sie sind sehr groß, bis zu 2 Meter lang. Die einen sind mit japanischen Kalligraphien versehen, die allerdings nicht nur mir, sondern auch den heutigen Japanern meist nicht mehr lesbar sind (wer als Deutscher kann noch Sütterlin lesen?). Die anderen sind Bilder mit unterschiedlichen Themen.
Allerdings findet kein Internetverkauf statt, die Zeit, Waren zu verpacken und zu verschicken habe ich nicht. Man kann aber gerne hier im Lueginsland vorbeischauen (Anruf vorher ist sinnvoll) und sich etwas aussuchen.

Gedanken zu unseren Angeboten im Lueginsland

 

(weitere Texte: Der Weg der Kampfkunst, Die Krise der O.)

Wenn ich mich entscheide, eine Kampfkunst zu lernen, treffe ich damit eine ungewöhnliche Entscheidung, die, einen „WEG“ zu gehen; die Japaner nennen es DO. Daher der Name Iaido, Judo, Aikido.... Eine Kampfkunst kann ich nicht nebenbei lernen. Wenn ich jetzt Lust habe, aber vielleicht in zwei oder drei Monaten keinen Bock mehr – oder keine Zeit, gerade Wichtigeres zu tun, es interessiert mich was anderes mehr – dann bleibt mir jede Kampfkunst verschlossen.

Diesen WEG zu gehen bedeutet, daß ich meine üblichen gefühlsmäßigen Ich-Entscheidungen vergesse. Denn es wird immer so sein, daß das Lernen am Anfang spannend ist, im Laufe der Zeit aber scheinbar uninteressanter. Ich muß daher lernen, daß der Weg der Kampfkunst erstens lang ist, und lang heißt nicht – in einem Jahr hab ich den und den Gürtel, in drei Jahren bin ich Meister, dann hab ich's – eine Kampfkunst erschließt sich erst völlig, wenn ich mein „Ich“ hinten an stelle und zur Kampfkunst werde – wenn es völlig gleichgültig ist, ob ich Lust habe, ob ich Zeit habe, ob es mich im Moment weiter zu bringen scheint. Es wird immer Phasen geben, in denen ich begeistert bin, und andere, in denen ich mich eher durchschleppe. Dennoch findet eine stetige Verwandlung statt, die ich oft erst im Rückblick bemerke, weil sie so langsam und tiefgehend ist.

Wirklich tiefgehende Veränderungen geschehen unbemerkt und sehr langsam.

Will ich also eine Kampfkunst lernen, dann muß ich mich dazu entscheiden, und von da an darf mich nichts mehr vom Üben abhalten – weder Unlust noch Launen, noch sonst etwas Vorstellbares. Nicht einmal der Tod...

Der Lohn dafür ist unvorstellbar groß. Bist Du einmal wirklich auf dem WEG angekommen, kann Dich auch nichts mehr davon abbringen.

Willst Du Deinem Leben nur einen Kick zusätzlich dazugeben, um es reicher zu gestalten, mal für eine Weile etwas Besonderes tun – dann ist das Wochenendseminar bei X und Y besser.

Natürlich stellt sich schnell die Frage, welche Kampfkunst denn die richtige ist. Karate, Tai Chi, Iaido, Zazen – das läßt sich nicht allgemein beantworten. Jedesmal wird ein anderer Aspekt unserer Möglichkeiten gefördert. Eigentlich bräuchte man eine alles umfassende Kunst, aber dafür bräuchte man mehrere Leben zum Lernen...

Als ich mich vor Jahrzehnten dem Karate zu widmen begann, galt unter uns Karateka die Regel: Wer regelmäßig einmal in der Woche ins Training geht,verliert an Fähigkeiten; wer zweimal geht, hält sein Niveau, wer dreimal geht, baut auf. Das ist ganz real sofort nachvollziehbar, wenn man es in die Praxis umsetzt.

Ich habe Schüler, die kommen einmal im Monat für mehrere Stunden, da sie weit entfernt wohnen - sie üben aber für sich in der Zwischenzeit. Nur ab und zu zu kommen ist legitim, auch wenn Du nicht für Dich übst - es ist nicht meine Aufgabe, Dir Vorschriften zu machen. Es gibt auch keine Vorzugsbehandlung für die, die häufiger kommen - aber Du selber kannst Dir eine Vorzugsbehandlung geben, indem Du häufig und regelmäßig kommst.

Die Kampfkünste sind so vielfältig, so fordernd, daß man schon einiges einsetzen muß, will man ein auf Dauer befriedigendes Ergebnis erzielen.

Karate spricht alle Bereiche an: Geist, Körper, Präsenz, Vorstellungskraft, Mut, Ausdauer, Energie etc. Ruhe und Bewegung sind in einem sehr dynamischen Verhältnis, das führt zu einer sehr beeindruckenden Stärkung der Lebensenergie, der Klarheit, etc.

Iaido fördert Disziplin, Selbstbeobachtung, Vorstellungskraft, Präzision und Klarheit, dazu Ruhe und Gelassenheit. Der Umgang mit einem scharfen Schwert ist dazu noch etwas Besonderes, die Kultivierung und Zähmung einer potentiell tödlichen Waffe.

Tai Chi bringt über den Weg der Entspannung und ruhigen Bewegung eine große Kraft mit sich, die einerseits sehr meditativ ist, selbstbeobachtend und selbstvergessend, andererseits doch mit einem intensiven Körpergefühl arbeitend vermittelt es uns tiefe Einsichten in unseren Körper, damit in unsere Psyche, damit in den ganz normalen Lebensalltag da draußen.

Zazen spricht alles an und fördert alles durch Nichttun (?!)

Für alle Kampfkünste gilt: Wenn Du nur ab und zu erscheinst und Dich der Kampfkunst widmest wie dem Essengehen – tut gut, muß aber nicht sein – kannst Du gerne ins Lueginsland kommen, wirst auch nicht schief angesehen – betrügst Dich selber aber um das Beste.

Eine Grundregel ist: Stetigkeit – Regelmäßigkeit – Verlässlichkeit - Häufigkeit. Jede Woche einmal eine Stunde üben, ausgefallene Termine nachholen, das ist das Mindeste, ohne das machst Du Dir nur Illusionen.

Aus meiner Erfahrung – mit allen Hochs und Tiefs und allen Aussetzphasen – Iaido begann ich 1996, Tai Chi 1982, Karate 1970, Zazen 1968 – brauchte ich viele Jahre, um auch nur zu begreifen, was das ist, das ich eigentlich lernen wollte. Und je tiefer ich einstieg, desto mehr wurde ich eins mit der Kampfkunst – mit vorher unvorstellbaren Auswirkungen auf das Leben - und ich begriff auch, was für ein ungeheures Glück ich hatte, daß ich diesen Weg entdeckt habe und gegangen bin.

Sicher gibt es auch andere Wege, die dem vergleichbar sind – die Musik, das Malen, Bergsteigen oder anderes. Allen aber ist gemeinsam, daß Du das Ich abgibst – Musik, Malen und Bergsteigen sind ebenso ichlose Künste wie die Kampfkünste – und Dich bedingungslos dem Weg hingibst.

Nicht kritiklos, nicht ohne Nachdenken, nicht unterwürfig – aber dennoch vollständig, so wie ein Kunstspringer, der vom 10 Meter Turm springt, nicht mittendrin innehalten kann und sagen – äh, ich will mal jetzt wieder zurück aufs Brett.

Was unsere Gesellschaft heute prägt ist die Lauheit, man schnuppert gern, man macht Tai Chi oder Karate oder Ikebana, aber man wird bald auch wieder was anderes sehr Spannendes finden. Das alles bleibt völlig an der Oberfläche und richtet sich nur an der momentanen Bedürfnis- und Marktlage aus. „Ach, das tut mir gerade sooo gut! Kennst du die 9 Tibeter? Wenigstens die Schimpansenform? Oder die 23 Mongoloiden? Nein, was bist du hinter dem Mond.“

Es geht nicht um aktuelle Moden, auch wenn das Karate erst seit 100 Jahren existiert, das Iaido und das Tai Chi und Zazen ein paar Jahrhunderte länger. Es geht um die Entwicklung und Kultivierung menschlicher Grundbedürfnisse.

Um Kampf, um Präsenz, um Macht, um Demut, um Klarheit.

Also noch einmal:

Mach Dich nicht abhängig von zeitlichen Vorgaben – geh regelmäßig und so oft wie möglich ins Training. Wichtig ist, daß Du den Zugang zum „Do“ findest, zu diesem Weg, der größer ist als das „Ich“.

Hör zu!

Nach einigen Jahren des Lehrens ist mir deutlich geworden, daß es Menschen gibt, die jahrelang hierher kommen und immer etwas anderes tun, als ich unterrichte. Sie meinen, sie wüßten es besser (das sollten sie dann auch sagen!) - oder sie interpretieren es um. Also hinhören – wenn es heißt loslassen – dann bitte nicht anspannen – es ist so sinnlos!

Das Hinhören und Aufnehmen stellt für viele die erste große Hürde dar. Frage Dich nach dem Unterricht spätestens am Abend zu Hause, ob Du noch weißt, was Dir gesagt wurde.

Die zweite große Hürde: Hast Du es verstanden? Wenn es heißt: Nicht mit der Schulter schlagen“, wenn es heißt: „Das Schwert bewegt sich, aber nicht der Geist“, wenn es heißt: „Der Blick geht nicht mit den Händen mit“, wenn es heißt: „Sitzen ist sinnlos“ - hast Du es verstanden? Oder bastelst Du an schnellen Eigeninterpretationen?

Die dritte große Hürde: Willst Du es auch umsetzen? Ich hatte Schüler, denen ich ein Jahr lang in jeder Stunde dieselben Hinweise zum Üben gegeben habe - nach einer Woche war es immer so, als hätte ich nie etwas geäußert. Selbst wenn wir Spezialübungen zu dieser Thematik machten - es wurde nie etwas umgesetzt. Das wird natürlich so mühsam, daß das Ende vorprogrammiert ist, wenn der Frust zu groß wird: Die Geduld des Schülers mit seiner eigenen Uninteressiertheit ist zuende. Es kommt niemand hierher, der keine Änderung will. Nur nützt es nichts, wenn der Lehrer es kann - DU mußt es TUN!

Wir machen hier keinen Sport. Das heißt, daß alle Übungen direkt darauf zielen, Verhaltensmuster, Überzeugungen, körperliche Prägungen zu verändern oder fallenzulassen. Ob Karate, Tai Chi oder Schwert – Kampfkunst verändert, transformiert, wirkt sehr tiefgehend, aber nur, wenn sie so gemacht wird, wie sie sein soll – nicht aber, wenn Du Tiefgang und Intensität meidest.

Dann gibt es da noch die scheinbar andere Seite, Zen.

Jeder kennt ja das Symbol von Yin und Yang. Aber was bedeutet es? In Bezug auf die Kampfkunst bedeutet es, daß Du nur, wenn Du die völlige Stille erreichst, auch die völlige Bewegung erreichst.

Die eine Seite ist Kampf und Bewegung und Hin und Her, Energie und Dies und Das – die andere Seite ist -

nichts-

die andere Seite ist Nichts.

Die Zen Leute nennen es das Nirwana.

Einfach dasitzen - oder sonstwas – und sonst nichts - das ist Zazen.

Die höchste Stufe der Kampfkunst ist das Nicht-Tun – es existieren weder der Gegner noch mein Ich – wo sollte da ein Kampf stattfinden? Für einen Kampf brauche ich einen Gegner, brauche ich Gegensätze. In der Stille, in der Einheit ist kein Kampf möglich.

Zen als „Meditation“ hat die Kampfkünste in Japan beeinflußt, sich mit dem Tod und dem Leben auseinanderzusetzen und den Kampf zu kultivieren und durch Entwicklung von Weisheit auch einen friedvollen Geist zu erreichen.

Viel wichtiger aber ist, daß Zen der WEG ist, tatsächlich aus jedem Schlamassel herauszukommen - etwas, was keine esoterische Weltsicht zuwege bringt und kein noch so ausgetüfteltes Meditationskonzept.

Da dieser WEG kein Ende hat, wohl aber einen Anfang, ist es nur wichtig, zu gehen und immer weiter zu gehen und dabei glücklich zu sein.

Christoph

Einführungskurse für Neulinge im Zen (wer ist das nicht?) finden unregelmäßig statt, meist auf Nachfrage. Also einfach mal einen Termin anfordern!

    Zen Einführung - - Sehr viele Menschen wissen, was Zen ist. Die brauchen keine Einführung. Da aber diese Art Wissen blind macht für Unbekanntes, gibt es Kurse, die denen, die noch nicht alles wissen, eine Möglichkeit vermitteln sollen, Zen zu erschnuppern, ohne hinterher sagen zu wollen: Jetzt hab ich es! Denn Zen kann man nicht haben, aber man kann es sein. Einführungskurse sollen neugierig machen, zum kritischen Forschen anregen, Diskussionen ermöglichen, Zugang zu den textlichen Quellen des Zen vermitteln, genau das, was in den 10.000 Zen-Gruppen außenrum nicht passiert. Sutren rezitieren, Rituale vollziehen, Niederwerfungen machen, den Meister verehren - schon vor Jahrhunderten haben die Zen-Meister das als völligen Schwachsinn bezeichnet.
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